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Von Montag, dem 8. Juni, bis Donnerstag, dem 11. Juni 2026, jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr im Konzertsaal des Richard-Strauss-Instituts.
Opernpartien und Lieder
Von Montag, dem 8. Juni, bis Donnerstag, dem 11. Juni 2026, jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr im Konzertsaal des Richard-Strauss-Instituts.

Cheryl StuderDie in Midland (Michigan, USA) geborene Cheryl Studer erhielt zunächst Unterricht in Klavier und Viola. Im Alter von 12 Jahren begann sie mit ihrer Gesangsausbildung. Nach ihrer Arbeit mit Alberta Masiello in New York absolvierte sie ihr Studium in der Klasse von Hans Hotter an Hochschule für Musik und darstellende Kunst (heute mdw).
Der Durchbruch ihrer Karriere erfolgte 1979 durch eine von Seiji Ozawa angebotene Konzertreihe mit dem Boston Symphony Orchestra. Seitdem gastierte sie regelmäßig an den weltweit führenden Opernhäusern (Mailänder Scala, Covent Garden, Metropolitan Opera New York, Wiener Staatsoper, Opéra National de Paris) sowie bei den renommiertesten Festspielen in Bayreuth, Salzburg, Pesaro und München. Darüber hinaus trat sie als Solistin unter anderem mit den Philharmonikern aus Wien, Berlin, Tokio, London und Philadelphia sowie dem Orchester der Accademia di Santa Cecilia (Rom) auf.
Ihr Debüt in der Carnegie Hall gab sie 1994 mit einem Liederabend. Zwei Jahre später kehrte sie dorthin zurück, um gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Giuseppe Sinopoli die Vier letzten Lieder von Richard Strauss aufzuführen.
Zu ihrem umfangreichen Repertoire zählen Partien wie Aida und Arabella (Covent Garden), die Marschallin und Chrysothemis (Salzburger Festspiele) sowie Senta, Elisabeth, Elsa und Sieglinde, die sie über neun Spielzeiten hinweg bei den Bayreuther Festspielen verkörperte. Ihr US-Operndebüt gab sie 1984 als Micaela in Carmen an der Lyric Opera of Chicago. Auf ihren Triumph als Marschallin an der Wiener Staatsoper folgten Ariadne auf Naxos (Japan-Tournee), Der Rosenkavalier (Met), Die Frau ohne Schatten und Die Walküre in Wien und Dresden. In Dresden war sie zudem in Der fliegende Holländer und Der Rosenkavalier zu erleben. Weitere Stationen umfassten Tannhäuser in Hamburg, München und Rio de Janeiro sowie Elena (I vespri siciliani), Matilde (Guglielmo Tell) und Odabella (Attila) am Teatro alla Scala unter Riccardo Muti. Zu ihren Mozart-Partien gehören Donna Anna, die Gräfin und Elettra (Idomeneo). Für ihre Interpretation der Arabella in Zürich im Jahr 2000 erntete sie herausragende Kritiken. Von 2003 bis 2021 hatte Cheryl Studer eine Professur für Gesang an der Hochschule für Musik Würzburg inne.

Alessandro Misciascistudierte Klavier am Conservatorio di musica Agostino in Castelfranco Veneto. Im Jahr 1986 wurde er Preisträger beim internationalen Wettbewerb für Liedbegleiter in Den Haag. Im gleichen Jahr holte ihn Paul Schilhawsky an das Mozarteum in Salzburg, wo er seitdem als Korrepetitor tätig ist.
Als gefragter Liedbegleiter gab er Konzerte unter anderem mit Markus Werba, Zurab Zurabishvili, Mirjam Tola, Sokolin Asllani und Asmik Grigorian. Außerdem begleitete er zahlreiche Meisterkurse weltbekannter Operngrößen wie Elisabeth Schwarzkopf, Josef Greindl und Christa Ludwig. Bei den Salzburger Festspielen wirkte er als musikalischer Assistent bei mehreren Produktionen mit, unter anderem unter Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti, Zubin Mehta, Daniele Gatti, Gianandrea Noseda und Christian Thielemann.
Misciasci engagiert sich auch für zeitgenössische Musik. Im Jahr 2001 war er Liedbegleiter von Caren van Oijen bei der CD-Produktion des Gesangswerks des niederländischen Komponisten Erik Lotichius (1929–2015). Im gleichen Jahr spielte er am Salzburger Landestheater anlässlich des Festakts „70 Jahre Thomas Bernhard“ die Uraufführung des Liederzyklus IX Psalmen von Thomas Bernhard für Mezzosopran und Klavier von Hubert Steppan (1928–2009).
2012 ehrte das Conservatorio di musica Agostino Steffani Misciasci mit dem Premio alla carriera für besondere musikalische Verdienste. Misciasci war 2017 Gastdozent an der Isländischen Kunstakademie in Reykjavík, wo er auch schon 2016 im Rahmen einer Meisterklasse für Gesang unterrichtet hatte.