Richard Strauss

Ariadne auf Naxos

(konzertante Aufführung)

Kai Röhrig
Dirigent
Juliane Banse
Ariadne
Primadonna
Christoph Strehl
Bacchus
Der Tenor
Franz Tscherne
Der Haushofmeister
Bernd Valentin
Ein Musiklehrer
Jesse Mashburn
Der Komponist
Lucas Pellbäck
Ein Offizier
Scaramuccio
Konstantin Igl
Brighella
Ein Tanzmeister
Brett Pruunsild
Ein Perückenmacher
Harlekin
Dominik Schumertl
Ein Lakai
Truffaldin
Yukari Fukui
Zerbinetta
Anastasia Fedorenko
Najade
Julia Maria Eckes
Dryade
Donata Meyer-Kranixfeld
Echo
Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker
Orchester
Department für Oper und Musiktheater der Universität Mozarteum Salzburg
Solistinnen und Solisten

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Oper in einem Aufzuge nebst einem Vorspiel // Musik von Richard Strauss, Libretto von Hugo von Hofmannsthal

Der Haushofmeister                                   Franz Tscherne
Ein Musiklehrer                                           Bernd Valentin
Der Komponist                                             Jesse Mashburn
Der Tenor / Bacchus                                   Christoph Strehl
Ein Offizier/ Scaramuccio                          Lucas Pellbäck
Ein Tanzmeister / Brighella                       Konstantin Igl
Ein Perückenmacher / Harlekin               Brett Pruunsild
Ein Lakai / Truffaldin                                 Dominik Schumertl
Zerbinetta                                                      Yukari Fukui
Primadonna / Ariadne                                Juliane Banse
Najade                                                            Anastasia Fedorenko
Dryade                                                            Julia Maria Eckes
Echo                                                                Donata Meyer-Kranixfeld

Angelika-Prokopp-Orchesterakademie der Wiener Philharmoniker

Kai Röhrig, musikalische Leitung


© Christian Schneider
© Christian Schneider

Der Dirigent Kai Röhrig erhielt seine künstlerische Prägung an der Kölner Musikhochschule sowie an der Universität Mozarteum Salzburg in der Klasse von M. Gielen. Ergänzend vertiefte er seine Ausbildung in Sommerkursen bei R. Liebermann. Als Preisträger der Internationalen Stiftung Mozarteum wurde er mit der »Bernhard-Paumgartner-Medaille« ausgezeichnet. Seine Laufbahn begann mit Assistenzzeiten bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen. Als Protegé von Bernard Haitink war er beim European Union Youth Orchestra, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Concertgebouworkest Amsterdam engagiert; zudem verbindet ihn eine mehrjährige Zusammenarbeit als Assistent von P. Boulez mit verschiedenen Orchestern in Salzburg, Wien und Paris.

Nach Stationen als Kapellmeister prägte Kai Röhrig über mehrere Jahre als Musikdirektor das Profil des Salzburger Landestheaters. Gastengagements führten ihn u.a. an die Deutsche Oper am Rhein, die Staatsoper Hannover, das Staatstheater am Gärtnerplatz in München sowie das Innsbrucker Landestheater. Im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 leitete er H. W. Henzes Oper »Das Wundertheater«. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte er im Rahmen des Young Singers Project Produktionen der »Zauberflöte«, der »Entführung aus dem Serail« sowie von »La Cenerentola«.

Seit 2014 lehrt Kai Röhrig als Universitätsprofessor am Department für Oper und Musiktheater der Universität Mozarteum in Salzburg, wo er seither zahlreiche Opernproduktionen leitete. Seine Expertise im zeitgenössischen Repertoire unterstreicht er seit 2024 durch die Leitung des ARCOENSEMBLE für zeitgenössische Musik sowie seit dem Studienjahr 2025/26 als Leiter des Masterstudiengangs Dirigieren Neue Musik.

Am Konzertpult arbeitet er mit namhaften Klangkörpern wie dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Akademieorchester der Wiener Philharmoniker, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (Debüt in der Berliner Philharmonie), dem Tonhalle-Orchester Zürich sowie den Düsseldorfer und Nürnberger Symphonikern zusammen. International gastierte er u.a. beim koreanischen KBS Symphony Orchestra und dem Slowenischen Radio-Sinfonieorchester. Regelmäßige Auftritte führen ihn in das ORF RadioKulturhaus Wien, zur Salzburger Mozartwoche, zum Aspekte-Festival und in enger Kooperation zur Accademia Chigiana nach Siena.

Die Spielzeit 2025/26 unterstreicht seine Vielseitigkeit mit einer Produktion der »Fledermaus« in München, einer Operngala im Performing Arts Centre in Peking, einer Opernproduktion im Rahmen der Salzburger Mozartwoche, einem Konzert beim Festival Wien Modern sowie einem Sinfoniekonzert im Linzer Brucknerhaus mit Werken von R. Strauss und J. Sibelius. Anfang Juli wird er das Eröffnungskonzert des Festivals »La Chigiana« in Siena am Pult des Orchestra della Toscana mit dem »Requiem« von H. W. Henze leiten. Bei den Strauss-Tagen in Garmisch-Partenkirchen war er zuletzt mit einer konzertanten Aufführung der »Ariadne auf Naxos« im Juni 2024 zu Gast.


© Elsa Okazaki
© Elsa Okazaki

Juliane BanseWenige Künstler:innen ihrer Generation sind auf so vielen Gebieten mit verschiedenstem Repertoire so erfolgreich wie die Sopranistin Juliane Banse. Ihr Opernrepertoire reicht von der Feldmarschallin, Figaro-Gräfin, Fiordiligi, Donna Elvira, Vitellia über Genoveva, Leonore, Tatjana, Arabella bis hin zur Grete (Schrekers Der ferne Klang). Ihren künstlerischen Durchbruch erlangte sie bereits 20-jährig als Pamina an der Komischen Oper Berlin in einer Produktion von Harry Kupfer. Unvergessen ist auch ihr Auftritt an der Oper Zürich als Schneewittchen bei der Uraufführung der gleichnamigen Oper von Heinz Holliger, mit dem sie seit jeher eine enge Zusammenarbeit verbindet.

Die in Süddeutschland geborene und in Zürich aufgewachsene Künstlerin nahm zunächst Unterricht bei Paul Steiner, später bei Ruth Rohner am Opernhaus Zürich und vervollständigte dann ihre Studien bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos in München. Sie unterrichtet als Professorin am Mozarteum in Salzburg und ab dem Wintersemester 2023 übernimmt sie die Leitung der Escuela Reina Sofia in Madrid. Außerdem gibt sie Meisterkurse im In- und Ausland und ist gefragtes Jury-Mitglied bei internationalen Wettbewerben.

Im Konzertbereich ist die Künstlerin mit einem weit gefächerten Repertoire unterwegs, welches sie mit namhaften Dirigent:innen zusammengeführt hat, u.a. mit Lorin Maazel, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Franz Welser-Möst, Marin Alsop, Zubin Mehta und Manfred Honeck. So schrieb ihr zuletzt Manfred Trojahn die Kammermusikfassung des Werks 4 Women from Shakespeare auf die Stimme. In São Paulo führte sie im Juni 2022 unter Leitung von Heinz Holliger dessen Komposition Dämmerlicht auf, im September 2022 seine Komposition Puneigä in Genf. Im Februar 2024 gastiert Juliane Banse in der Kölner Philharmonie mit dem WDR Rundfunkchor unter der musikalischen Leitung von Christoph Poppen.

Liederabende und Kammermusik sind seit jeher fester Bestandteil des Kalenders. Beim International Oxford Song Festival tritt Juliane Banse im Oktober 2023 mit ihrem gefragten Projekt Winterreise, gesungen und getanzt von Juliane Banse (gemeinsam mit dem Tänzer István Simon) und am Klavier begleitet von Alexander Krichl, in der Choreographie von Andreas Heise, auf.

Im Opernbereich stand Juliane Banse zuletzt in Köln in der Wiederaufnahme von Walter Braunfels’ Jeanne d’Arc in der Titelpartie und in Zürich in der Uraufführung der Oper Lunea von Heinz Holliger auf der Bühne. Außerdem sang sie in Strauss‘ Rosenkavalier erstmals die Marschallin, seit Jahren eine Wunschpartie der Künstlerin. Die Hauptrollen im Monodrama THE TELL-TALE HEART des niederländischen Komponisten Willem Jeths im Concertgebouw, in Grigori Frids Tagebuch der Anne Frank am Theater an der Wien, in Poulencs Mono-Oper La Voix humaine an der Staatsoper in Berlin sowie der Oper Köln und Elsa von Brabant in Wagners Lohengrin in Nantes und Anger sind erwähnenswerte
Engagements. In den USA war sie zuletzt als Rosalinde (Fledermaus) in Chicago und in Strauss‘ Arabella (Zdenka) an der MET in New York zu erleben. In der Saison 23/24 steht die Uraufführung des Kammerspiels Septembersonate (als Alice Stavert) von Manfred Trojan unter der Leitung von Vitali Alekseenok (Regie Johannes Erath) an der Deutschen Oper am Rhein/Düsseldorf an.

Zahlreiche CD-Einspielungen der Künstlerin sind preisgekrönt, gleich zwei erhielten den Echo Klassik: Braunfels‘ Jeanne d’Arc mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Manfred Honeck (Welt-Ersteinspielung des Jahres) und Mahlers 8. Sinfonie mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter David Zinman. Im Februar 2017 erschien ihre von den Medien viel gelobte CD Unanswered Love mit teils erstmals eingespielten und ihr gewidmeten Werken von Reimann, Rihm und Henze, die sie mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und Christoph Poppen herausgebracht hat. Mit dem Münchner Rundfunkorchester spielte sie die CD Im Arm der Liebe mit Werken von Braunfels, Korngold, Marx und Pfitzner ein. Hindemiths Marienleben ist ein Werk, das der Künstlerin besonders am Herzen liegt und das sie zusammen mit Martin Helmchen auf CD herausgebracht hat.

Von den Projekten der letzten Spielzeiten erschienen Holligers Luena mit Christian Gerhaher (Label: ECM) und Hindemiths Cardillac beim Label BRKlassic auf CD.


© Astrid Ackermann
© Astrid Ackermann

Christoph StrehlChristoph Strehl wurde 1968 in Lübeck geboren. Von Zürich aus, wo er neun Jahre engagiert war, führte ihn eine Karriere als Mozart-Tenor an die führenden Opernhäuser der Welt.

Unter Claudio Abbado nahm er 2005 den Tamino auf; am Opernhaus Zürich entstanden verschiedene DVDs, u.a. ebenfalls als Tamino unter Nikolaus Harnoncourt. Später sang er Partien wie Don José, Rodolfo, Schuiskij, Pollione (neben Cecilia Bartoli), Bacchus sowie in der vergangenen Spielzeit Erik am Staatstheater Nürnberg. Gemeinsam mit der Pianistin Pauliina Tukiainen gibt er regelmäßig Liederabende. Seit 2013 lehrt Christoph Strehl als Professor für Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg. Der Herodes in dieser Produktion ist sein Rollendebüt.


Franz Tscherne

Franz TscherneNeben seiner 25 Jahre währenden Karriere am Theater, vom Burgtheater Wien, über die Schauspielhäuser Zürich, Stuttgart und Frankfurt, bis zum Bayerischen Staatsschauspiel in München und dem Wiener Theater in der Josefstadt sowie in zahlreichen Film- und TV- Produktionen, widmete sich Franz Tscherne vermehrt dem Musiktheater. So spielte er am Aalto Theater in Essen unter der Direktion von GMD Stefan Soltesz den Perchik im Musical Anatevka. In der Münchner Philharmonie war er der Erzähler in einer konzertanten Aufführung von Lortzings „Zar und Zimmermann“ unter Leopold Hager und rezitierte Dante in Wolf Ferraris „La vita nuova“ unter Marcello Viotti. Für den Bayerischen Rundfunk war er der Sprecher in Honeggers „Der Totentanz“ unter der musikalischen Leitung von Ulf Schirmer. Mit diesem Dirigenten gestaltete Franz Tscherne auch Rilkes „Cornet“ in der Vertonung von Viktor Ullmann im Prinzregententheater in München.

Sein Debut auf der Opernbühne gab Franz Tscherne 2003 in Venedig, in einer Teatro la Fenice Neuproduktion der „Ariadne auf Naxos“. Im Teatro Malibran spielte er mit großem Erfolg unter der musikalischen Leitung von Maestro Viotti den Haushofmeister. Diesen gab er in Folge auch in einer, von Philippe Arlaud neuinszenierten „Ariadne“ am Teatro Carlo Felice in Genua, an der Budapester Staatsoper, am Teatro Comunale di Bologna sowie 2022 am Maggio Musicale Fiorentino.

An der Wuppertaler Oper verkörperte er den Orpheus im Melodram „Orfei“ von J.I. Fomin, an der Opéra National du Rhin in Straßburg den Niklas in der Oper „Hans Heiling“ von Heinrich Marschner und am Royal Opera House in Muscat gastierte er als Selim Bassa in Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“.

2016 hatte Franz Tscherne sein Debut im Concertgebouw in Amsterdam als Manfred in Robert Schumanns Melodram unter der der Leitung von Markus Stenz. Dieser lud ihn daraufhin ein, dort 2017 in Jörg Widmanns Oper Babylon den Ezechiel zu spielen.


© Bernd Valentin
© Bernd Valentin

Bernd ValentinDer Bariton Bernd Valentin studierte in Köln Gesang bei Claudio Nicolai und Klesie Kelly. Festengagements führten ihn an die Theater in Kiel und Hagen, die Staatsoper Hannover und die Deutsche Oper Berlin. Danach arbeitete er freiberuflich, gastierte in Aachen, Berlin, Bonn, Hannover, Nürnberg, München, in Bern und Basel, in Innsbruck und an der Volksoper Wien und baute sein Opernrepertoire kontinuierlich auf über 100 Partien im deutschen, italienischen und französischen Fach aus.

Zu Konzerten wurde Bernd Valentin in das Konzerthaus Berlin, die Frauenkirche Dresden, die Liederhalle Stuttgart und die Philharmonie am Gasteig in München eingeladen und war Gast bei Festspielen quer durch Europa, in Asien und Amerika. Dabei sang er neben den großen bekannten Oratorienwerken von J. S. Bach, G. F. Händel, W. A. Mozart, J. Haydn, F. Mendelssohn Bartholdy und J. Brahms auch Uraufführungen, u.a. von S. Gubaidulina und S.-D. Sandström unter Helmuth Rilling, sowie P. Ben-Haims »Joram« mit dem Israel Philharmonic Orchestra in Tel Aviv.

Programmatische Liederabende und die Interpretation von Liederzyklen wie F. Schuberts »Winterreise«, R. Schumanns »Dichterliebe« und »Liederkreis«, H. Wolfs »Italienisches Liederbuch«, G. Mahlers »Lieder eines fahrenden Gesellen«, »Das Lied von der Erde« und den »Wunderhorn-Liedern«, F. Martins »Jedermann-Monologen«, F. Poulencs »Le Bal masqué« und A. Reimanns »Dark and Shine« ergänzen seine sängerische Tätigkeit.

Bernd Valentin unterrichtet seit 2014 als Universitätsprofessor für Sologesang an der Universität Mozarteum Salzburg und gibt regelmäßig Gesangskurse.


Jesse Mashburn

Jesse MashburnDie amerikanische Mezzosopran Jesse Mashburn stammt aus Hartselle, Alabama. Mit dreizehn Jahren wurde sie von ihrem Chorleiter in der Schule ermutigt, klassische Musik zu studieren. Sie erwarb 2018 ihren Bachelor-Abschluss am Oberlin Conservatory und 2020 ihren Master of Music am Maryland Opera Studio an der University of Maryland. Seit 2022 studiert sie im Postgraduierten-Lehrgang der Opernklasse von Rosamund Gilmore, Florentine Klepper und Kai Röhrig an der Universität Mozarteum, wo sie demnächst als Mistress Quickly (Falstaff) und Komponist (Ariadne auf Naxos) auftreten wird. Zu Mashburns jüngsten Rollen gehören Sorceress (Elissa/Dido and Aeneas), Mrs. Grose in (Turn of the Screw) und Hexe (Hänsel und Gretel), auch an der Universität Mozarteum, sowohl als auch Polinesso (Ariodante), Bradamante (Alcina) und Baba (The Medium) und Cinderella’s Mother/Granny/Giant in Sondheims Into the Woods. Des Weiteren war sie in den Rollen des Nicklausse (Les contes d’Hoffmann) beim Miami Summer Music Festival und Marcellina (Le nozze di Figaro) am Oberlin Conservatory zu erleben. Das Magazin ‚Cleveland Classical‘ schreibt: „…the mellifluous Jesse Mashburn brought great comic character to the role of Marcellina“. Im Sommer 2021 nahm sie als Nachwuchskünstlerin am Merola Opera Program in San Francisco teil. Das San Francisco Chronicle beschrieb ihren Auftritt im Merola Grand Finale Concert als „extravagantly theatrical“.


© Lucas Pellbäck
© Lucas Pellbäck

Der in London im Jahr 2001 geborene schwedische Tenor Lucas Pellbäck entdeckte seine Leidenschaft für die Musik bereits in jungen Jahren. Mit seinem Umzug nach Schweden begann er, im Domknabenchor zu singen und Klavierunterricht zu nehmen. Im Jahr 2016 begann er seinen Gesangsunterricht bei Lars Johansson Brissman, später bei Paul Farrington an der Musikschule Lilla Akademien in Stockholm. Seit 2020 studiert Lucas Pellbäck an der Universität Mozarteum Salzburg bei Bernd Valentin.

An der Universität Mozarteum sang er bereits 2022 in »Faust« (C. Gounod), 2023 den Sailor in »Dido and Aeneas« (H. Purcell), 2024 in »Falstaff« (G. Verdi) den Fenton und 2025 in »Dichterliebe« (C. Jost) sowie in »Medusa« / »La Giuditta« (Y. Robin / A. Scarlatti), die auch in Siena im Teatro dei Rinnovati aufgeführt wurden. Darüber hinaus sang Lucas Pellbäck in »Die Meistersinger von Nürnberg« am Landestheater Linz einen Lehrbuben, in »Ariadne auf Naxos« (R. Strauss) bei den Richard-Strauss-Tagen als Scaramuccio (konzertant), den Eisenstein in »Die Fledermaus« (J. Strauss) im Bergson Kunstkraftwerk München sowie den Kalil in der österreichischen Erstaufführung von »Die arabische Nacht« (C. Jost) an der Kunstuniversität Graz.

Zu weiteren Auftritten zählen Konzerte in der Thielska Galleriet, im Grunewaldsalen des Stockholmer Konzerthauses, im Palazzo Chigi Saracini in Siena, im Schloss Djursholm sowie die Eröffnung des neu gebauten Konzertsaals für Königin Silvia von Schweden. Lucas Pellbäck gab bereits Soloabende im Rahmen des Kalmarsund-Musikfestivals, des Festivals Klassisk i Sentrum, wo er mit dem Pianisten Christian Ihle Hadland auftrat, sowie im Schloss Djursholm. Er erhielt Stipendien des Borgarskapets Musikstipendium, des Bifrostorderns Musikstipendium und der Königlich Schwedischen Musikakademie.

Als Solist trat er u.a. in der »Marienvesper« (C. Monteverdi), den »Musikalischen Exequien« (H. Schütz), im »Requiem« (W. A. Mozart) und beim Festival O/Modernt auf. Im Frühjahr 2026 konnte man Lucas Pellbäck als Rinuccio und Gherardo in G. Puccinis »Gianni Schicchi« erleben; im Juni 2026 wird er außerdem als Narraboth in »Salome« von R. Strauss zu hören sein.


Konstantin Igl

Konstantin IglDer Tenor Konstantin Igl erhielt seine erste sängerische Ausbildung in der Gesangsklasse des Tenors Ferdinand Seiler am musischen Gnadenthal-Gymnasium in Ingolstadt. Im Anschluss an sein Abitur folgte ein Lehramtsstudium für Gymnasien in den Fächern Mathematik und Musik in München, welches er mit dem ersten Staatsexamen beendete. Seit 2022 studiert er im Masterstudium Lied und Oratorium bei Pauliina Tukiainen und Christoph Strehl an der Universität Mozarteum Salzburg. Daneben ist er auch immer wieder auf der Opernbühne zu erleben, unter anderem als Monostatos in Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte, als Dona Pasqua in Ermanno Wolf-Ferraris Oper Il Campiello, als Peter Quint in Benjamin Brittens Turn of the Screw, als Aeneas in Henry Purcells Dido and Aeneas und zuletzt als Hexe in Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel, jeweils unter der Leitung von Kai Röhrig. Konstantin Igl ist Mitglied des Ensembles BachWerkVokal, mit welchem er regelmäßig Musik Bachs in kleiner Besetzung zur Aufführung bringt.


Brett Pruunsild

Brett Pruunsildstammt aus Estland und studiert BA Gesang an der Universität Mozarteum bei Bernd Valentin. In Estland war seine erste Musikalische ausbildung an der Tartu I Kindmusikschule mit hauptfach Klavier bei Tiiu Noor, danach entwickelte er sich an der Heino Eller Musikschule mit hauptfach Gesang bei Karmen Puis. Derzeit singt Brett regelmäßig beim Ensemble BachWerkVokal Salzburg unter der Leitung von Gordon Safari und gastiert jährlich bei den Estnischen Festkonzerten unter der Leitung von Lilyan Kaiv in seiner Heimatstadt Tartu, die dieses jahr als Kulturhauptstadt Europas ernannt ist.  Auf der Opernbühne war der junge Sänger im Jahr 2023 als Don Alfonso in Mozarts „Cosi fan tutte“ und als Peter in Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel in Universitätsproduktionen zu erleben. Im Rahmen der Mozartwoche 2024 und Zusammenarbeit mit dem Marionettentheater Salzburg gab Brett sein Debüt als Salieri in Rimski Korsakows Kurzoper „Mozart&Salieri“. Im Sommer 2024 wird Brett Pruunsild mit einer Kinder-Opernproduktion sein Debüt bei den Salzburger Festspiele.


© Dominik Schumertl
© Dominik Schumertl

Bereits seit zehn Jahren tritt Dominik Schumertl im gesamten süddeutschen Raum als Konzertsänger auf. Seit 2018 studiert er Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg in der Gesangsklasse von Andreas Macco – seit 2023 im Masterstudiengang in der Opernklasse von Kai Röhrig und Florentine Klepper.

An der Universität Mozarteum war er bereits in zahlreichen Partien zu erleben, u.a. als Efraim in der Uraufführung von N. U. Östlunds »Pippi Langstrumpf«, in »Dichterliebe« von C. Jost nach R. Schumann, als Pistola in G. Verdis »Falstaff«, als Bacchus in J. Offenbachs »Orpheus in der Unterwelt« und als Caravaggio in »Medusa« / »La Giuditta« von Y. Robin und A. Scarlatti.

2025 übernahm er in einer viel beachteten Aufführung der im KZ Theresienstadt entstandenen Oper »Der Kaiser von Atlantis« von V. Ullmann die Rolle des Todes. Er gastierte als Truffaldin in »Ariadne auf Naxos« bei den Richard-Strauss-Tagen in Garmisch-Partenkirchen und als Osmin in Ausschnitten aus W. A. Mozarts Oper »Die Entführung aus dem Serail« in Bad Reichenhall. Im Konzertfach führten ihn solistische Aufgaben mit G. F. Händels »Messias« und J. Haydns »Die Schöpfung« nach München, u.a. in das Cuvilliés-Theater. In einem Konzertabend in Landsberg am Lech stellte sich der Sänger im vergangenen Jahr mit dem Zyklus »Dichterliebe« von R. Schumann auch als Liedinterpret vor und bot mit verschiedenen Opernausschnitten einen Einblick in sein vielseitiges Repertoire.


Yukari Fukui

Yukari FukuiDie japanische Sopranistin Yukari Fukui begann 2009 ihr Bachelorstudium an der Hochschule für Musik in Nagoya. Nach dem Abschluss 2013 studierte sie als Auszubildende an der International University Kagoshima bei Prof. Uwe Heilmann. 2019 machte sie in Master Operngesang an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Maria Venuti ihren Abschluss und machte 2024 in Solistenexamen Operngesang bei Prof. Hanno Müler-Brachmann. Sie erhielt im Institut für Musiktheater Karlsruhe Operncoaching bei KS Prof. Julia Varady und KS Dorothea Röschmann.

Sie gewann 2009 bei dem National Jugend Klassik Musik Wettbewerb Japan den Jury-Preis und 2013 beim National Klassik Musik Wettbewerb Japan den 4. Preis. 2015 gewann sie beim Musikwettbewerb „Concert for young musisians“ in Japan den 2. Preis und 2019 war sie beim International Casting-Wettbewerb Opernspiele Munot ebenfals Preisträgerin. Sie gewann beim 15. International Mozartwettbewerb in Salzburg den Sonderpreis der Stiftung Mozarteum Salzburg für die beste Interpretation eines Vocalwerkes von W. A. Mozart und erhielt beim 4. Vienna International Music Competition die “Silver Medal”,beim Wettbewerb des Kulturfonds Baden e. V. “Bela Voce” 2023 den 1. Preis. Außerdem wurde sie bei dem Basel International Online Vocal Competition mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Bereits in Japan sang sie in verschiedenen Ausführungen, sowohl in Oratorien als auch in Opernaufführungen. Darunter waren sie die Solo Sopranpartien aus J. Haydn „Die Schöpfung“ und J. S. Bach „Matthäus-Passion“. In Opernaufführungen sang sie Blonde aus W. A. Mozart „Die Entführung aus dem Serail“ und Despina aus „Cosi fan tutte“. In Deutschland sang sie Pamina aus „Die Zauberflöte“ bei den Schlossfestspielen Ettlingen und am Badischen Staatstheater Karlsruhe die Role der Serpetta in Mozarts „Die Gärtnerin aus Liebe“. Sie sang 2023 Zerbinetta aus „Ariadne auf Naxos“ von R. Strauss an der Hochschule für Musik Karlsruhe.


Anastasia Fedorenko

Anastasia FedorenkoDie in der Ukraine geborene Sopranistin Anastasia Fedorenko absolvierte ihren Bachelor2022 an der Nationalen Tschaikowski Musikakademie in Kiev, in der Gesangsklasse von Svitlana Dobronravova. In der Zeit von April bis Juli 2022 studierte sie an der Conservatorio Benedetto Marcello in Venedig. Seit der Spielzeit 2022/2023 studiert sie am Mozarteum im Masterstudium Oper und Musiktheater in der Klasse von Kai Röhrig und Rosamund Gilmore und in der Gesangsklasse von Christoph Strehl. Ihre bisherige Konzerttätigkeit fand in der Ukraine, Italien und Österreich statt. Bei der Premiere von Helena Tulves Oratorio «Visiones» in der Basilica di San Marco (Venedig) im September 2022, performte sie die Partie des Sopran. Ihr Opernrepertoire umfasst folgende Partien: Verdis Gilda, Gräfin Ceprano und Page (Rigoletto); Nannetta (Falstaff); Annina (La Traviata), Brittens Flora (The Turn of the Screw), Humperdincks Sandmännchen und Taumännchen (Hänsel und Gretel), Purcells Belinda (Dido and Aeneas), Fourès Belinda (Elissa). Im August 2023 sang sie die Rolle der Belinda am Teatro dei Rinnovati, Siena, Accademia Chigiana.


© Simone Lerch
© Simone Lerch

Verschiedenste Partien ihres Fachs brachte Mezzosopranistin Julia Maria Eckes zuletzt an der Universität Mozarteum Salzburg (Hänsel in »Hänsel und Gretel«, Meg Page in »Falstaff«), bei den Richard-Strauss-Tagen in Garmisch-Partenkirchen (Dryade in »Ariadne auf Naxos«) sowie im Rahmen der Accademia Musicale Chigiana in Siena (Mrs. Grose in »The Turn of the Screw«, Sorceress in »Dido and Aeneas«) auf die Bühne. In letztgenannter Partie glänzte sie als Zauberin mit ihrem »herben Diseusen-Charme« (Salzburger Nachrichten).

Sie arbeitete mit namhaften Regisseurinnen und Regisseuren wie Florentine Klepper, Jasmin Solfaghari und Horst Kupich sowie mit Dirigenten wie Kai Röhrig und Marcus Bosch zusammen. Meisterklassen u.a. bei Brigitte Fassbaender, William Matteuzzi, Alessandro Corbelli, Kobie van Rensburg und Jan-Hendrik Rootering ergänzten ihre Ausbildung. Ihr Bachelorstudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Gesangsklasse von Fionnuala McCarthy. Während dieser Zeit war sie Stipendiatin von »YEHUDI MENUHIN – Live Music Now e.V.«. Kürzlich schloss sie ihr Masterstudium Oper und Musiktheater an der Universität Mozarteum Salzburg ab und ist seither als freischaffende Sängerin tätig. Stimmlich wird sie von dem Tenor Nick Malakul betreut.


Donata Meyer-Kranixfeld

Donata Meyer-KranixfeldDie österreichische Sopranistin Donata Meyer-Kranixfeld beginnt ihre musikalische Ausbildung im Alter von sieben Jahren im Atelier des Arts Lilian Lambert in Brüssel, Belgien. 2012 zieht sie nach Salzburg, um am ART-ORG St. Ursula Salzburg eine vertiefende gesangliche Ausbildung zu erhalten. Als Schülerin dort nimmt sie an diversen Projekten und Aufführungen, u.a. Tell me on a Sunday von Andrew Lloydd Webber und bei der „Langen Nacht der Komponisten“ teil. 2012 beginnt sie privaten Gesangsunterricht bei Dr. Yvonne Hartinger zu nehmen und wird 2013 Mitglied des Collegium Vocale der Bachgesellschaft Salzburg und der Müllner Cantorey unter der Leitung von Albert Hartinger.

Mit dem Collegium Vocale Salzburg singt Donata die Sopransolopartien in Bachs Weihnachtsoratorium mit dem L’Orfeo Barockorchester unter der Leitung von Michi Gaigg und Joseph Haydns Nicolaimesse.

2014 beginnt sie im Vorbereitungslehrgang Gesang der Universität Mozarteum Salzburg bei Albert Hartinger zu studieren. 2017 wird sie an der gleichen Universität in den Bachelor Gesang in die Klasse von Bernd Valentin aufgenommen. Während dieses Studiums wirkt sie an zahlreichen Produktionen der Opernklassen wie A Midsummer Night’s Dream von Britten und Les contes d’Hoffmann von Offenbach mit.

Donata Meyer-Kranixfeld ist 2018 Preisträgerin des 38. Dušek Wettbewerbes in Prag und 2019 maßgeblich an der Uraufführung der Kinderoper Pippi Langstrumpf von Nils Urban Östlund beteiligt. Im Laufe ihres Studiums arbeitet sie auch an Projekten wie Haydns Die Schöpfung mit der Solistenvereinigung Mozarteum Salzburg unter der Leitung von Hansjörg Albrecht mit.

Im Juni 2021 schließt sie ihren Bachelor ab und gibt ihr Rollendebüt als Erste Dame in Mozarts Die Zauberflöte unter der musikalischen Leitung von Kai Röhrig und der Regie von Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka. Im Oktober 2021 tritt sie ihr Masterstudium im Fach Oper an der Universität Mozarteum Salzburg in der Opernklasse unter der Leitung von Kai Röhrig und Rosamund Gilmore an. Ab 2024 wird die szenische Arbeit von Florentine Klepper übernommen. Im Rahmen dieses Studiums singt die junge Sopranistin einige Hauptrollen, u.a. die Governess in Brittens The Turn of the Screw, Gretel in Humperdincks Hänsel und Gretel und Alice Ford in Verdis Falstaff. Im Oktober 2022 tritt sie ein Masterstudium Lied und Oratorium in den Klasse von Pauliina Tukiainen und KS Andreas Schmidt an.


© Benjamin Morrison
© Benjamin Morrison

Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener PhilharmonikerDie Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker fördert die Ausbildung des Orchesternachwuchses. Seit über fünfzehn Jahren existiert die Sommerakademie der Wiener Philharmoniker in Salzburg während der Salzburger Festspiele. Das Orchesterspiel in höchster Qualität hängt mit dem Aufeinander-Hören, Aufeinander-Eingehen und mit der Flexibilität zwischen den Musiker/-innen zusammen – dies soll in der musikalischen Arbeit von Kammermusik in kleinen Gruppen bis zum großen Orchester im Rahmen der Sommerakademie erlernt und geschärft werden.

Das einzigartige Kursangebot an junge Musiker/-innen erstreckt sich über mehrere Wochen während der Salzburger Festspiele und unterteilt sich in die Bereiche Kammermusik, Kammerorchester, Orchester und Probespielvorbereitung. Den Teilnehmer/-innen wird ein umfangreiches Programm musikalischer Aktivitäten unter dem ständigen Einfluss von Musiker/-innen der Wiener Philharmoniker angeboten, wobei der Wiener Klang und das gemeinsame Musizieren in verschiedensten Besetzungsgrößen im Mittelpunkt stehen.

Die im Rahmen von jährlich stattfindenden Probespielen ausgewählten Mitglieder der Angelika Prokopp Sommerakademie stellen darüber hinaus die Bühnenmusik für Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen. Während der Kurszeit erhalten alle Teilnehmenden Einzelunterricht bei Mitgliedern der Wiener Philharmoniker.

Einen der Schwerpunkte der Sommerakademie stellt das Modul Orchester dar. In einer intensiven Probenwoche wird mit Dozent/-innen der Wiener Philharmoniker und unter der Leitung eines/r international gefragten Dirigent/-in ein Orchesterprogramm erarbeitet.

Das gesamte Programm aus den Bereichen Kammermusik, Kammerorchester und Orchester wird in mehreren Arbeitsphasen erarbeitet und und bei verschiedenen Auftritten, aktuell unter anderem bei den Festwochen Gmunden, auf Schloss Esterházy in Eisenstadt, beim Musiksommer St. Leonhard in Tamsweg und im Großen Saal der Stiftung Mozarteum in Salzburg zur Aufführung gebracht.


Department für Oper und Musiktheater der Universität Mozarteum Salzburg

Department für Oper und Musiktheater der Universität Mozarteum SalzburgDas Department für Oper und Musiktheater ist ein Leuchtturm mit besonderer Ausstrahlung und Anziehungskraft. Jährlich werden zwei Opernklassen aus bis zu 15 hochtalentierten Studierenden von renommierten Theatermacher*innen praxisnah auf die hohen Anforderungen einer internationalen Opernkarriere vorbereitet. Vier szenische Opernproduktionen mit Orchester jährlich kommen in einem technisch auf höchstem Niveau ausgestatteten Theatersaal zur Aufführung.

Im Rahmen einer internationalen Kooperation mit der Richard-Strauss-Tage und der Orchesterakademie der Wiener Philharmoniker begeben sich Lehrende und Studierende der Universität Mozarteum auf Reisen nach Wien und zu den Richard-Strauss-Tagen nach Garmisch-Partenkirchen.

Studierende des Departments für Oper und Musiktheater

Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker

Kai Röhrig, musikalische Leitung