Igor Strawinsky

Dumbarton Oaks

Richard Strauss

Oboenkonzert

François Leleux
Leitung
Oboe
Camerata Salzburg

Das Konzertprogramm spannt einen Bogen von Igor Strawinskys kleinem Konzert Dumbarton Oaks, komponiert 1937/38 für Kammerorchester im Stile der Brandenburgischen Konzerte Bachs hin zu Richard Strauss Oboenkonzert (1945) voll rhapsodischer Leichtigkeit und klanglicher Transparenz – eine Reminiszenz an die musikalische Spätromantik am Beginn des 20. Jahrhunderts, an die auch Arnold Schönbergs Verklärte Nacht op. 4 anknüpft. Der programmatische Bezug des Werks beruht auf Richard Dehmels gleichnamigen Gedicht: Auf ihrem Gang durch die Mondnacht, gesteht die Frau ihrem Mann ihren nicht folgenlos gebliebenen Seitensprung, den ihr der Mann großmütig verzeiht. Schönbergs Klangfarbenphantasie entzündet sich dabei an den Naturstimmungen und den poetischen Darstellungen der Gefühlsregungen der Protagonisten.

Die Camerata Salzburg ist ein vielbeschäftigtes Kammerorchester mit dem Kernrepertoire mit Musik der Wiener Klassik, das regelmäßig bei den Salzburger Festspielen und den eigenen Abonnementkonzerten, aber auch auf allen renommierten Konzertpodien rund um den ganzen Globus auftritt. François Leleux musiziert als Solo-Oboist, Kammermusiker und Dirigent mit renommierten Orchestern und Ensembles, wie u.a. in dieser Saison mit dem Scottish Chamber Orchestra, Oslo Philharmonic Orchestra oder dem Orchestre de Chambre de Paris.


François LeleuxFrançois Leleux erhält regelmäßig Einladungen zu den bedeutendsten Orchestern und Festivals weltweit. Seine international herausragende Stellung als Oboist ist unumstritten, doch in den letzen Jahren hat er sich paralell dazu als angesehener Dirigent etabliert und arbeitet mit Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester, der Camerata Salzburg, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, dem Sydney Symphony Orchestra, dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester und dem WDR Symphonieorchester zusammen.

In dieser Saison ist er „Artist in Residence“ beim Orchestre Philharmonique de Strasbourg. 2016/17 war er Residenzkünstler beim hr-Sinfonieorchester, davor Gastdirigent beim Norwegischen Kammerorchester (2014/15) sowie 2012-2014 „Artist in Association“ beim Orchestre de Chambre de Paris.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielt François Leleux regelmäßig mit dem Sextett „Les Vents Français“. Seine Rezital-Partner sind unter anderen Lisa Batiashvili, Isabelle Moretti, Eric Le Sage und Emmanuel Strosser.

Die Saison 2017/18 spiegelt alle Aspekte seiner künstlerischen Laufbahn wieder, so tritt er als Dirigent und Solist mit dem Gulbenkian Orchestra, dem Sydney und dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra und dem Orchestre de chambre de Paris auf. Er gibt außerdem mit der Ungarischen Nationalphilharmonie Konzerte in Salzburg und Budapest und kehrt als Dirigent zum Aalborg Symphony Orchestra zurück. Weitere Höhepunkte der Saison sind das Debütkonzert mit dem Orchestra dell`Accademia Nazionale di Santa Cecilia und Konzerte mit dem Hong Kong Philharmonic. Im Rahmen seiner Residenz beim Orchestre Philharmonique de Strasbourg präsentiert er sich als Dirigent, Solist und Kammermusiker.

In der letzten Spielzeit gab Leleux sein Dirigier-Debüt im Wiener Musikverein und trat mit Orchestern wie dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Utah Symphony Orchestra, dem Royal Liverpool Philharmonic, dem Münchener Kammerorchester, dem Norwegischen Kammerorchester und mit den Stavanger, Aalborg und Gävle Symphonieorchestern auf. Er war außerdem bei diversen Festivals zu Gast, so auch bei der Mozartwoche in Salzburg, beim Beethovenfest Bonn, beim Grant Park Music Festival sowie beim 70. Jubiläum des Edinburgh International Festival.

In den vergangenen Jahren war er unter anderem zu Gast in der Berliner Philharmonie, am Théâtre des Champs-Élysées in Paris, im Concertgebouw Amsterdam sowie beim Mostly Mozart Festival in New York.

Er gab außerdem Konzerte mit dem New York Philharmonic sowie dem NHK Symphony Orchestra. Er arbeitete mit Dirigenten wie Lionel Bringuier, Myung-Whun Chung, Thomas Dausgaard, Ivan Fischer, Alan Gilbert, Thomas Hengelbrock, Mariss Jansons und Yannick Nézet-Séguin.

Sein besonderes Interesse für zeitgenössische Musik führte zu Begegnungen mit namhaften Komponisten wie Nicolas Bacri, Michael Jarrell, Giya Kancheli, Thierry Pécou, Gilles Silvestrini und Éric Tanguy.

In der vergangenen Saison brachte er Michael Jarrells “Aquateinte – Konzert für Oboe und Orchester” – ein Auftragswerk des hr, des Printemps des Arts de Monte-Carlo, der Utah Symphony und des Berner Symphonieorchesters  – zur Uraufführung.

Während der Spielzeit 2014/15 hat er gemeinsam mit seiner Frau, der Geigerin Lisa Batiashvili, und dem NDR Sinfonieorchester beziehungsweise dem New York Philharmonic Thierry Escaichs Concertino für Geige und Oboe uraufgeführt.

Bei SONY Classical erschienen mehrere CD-Einspielungen mit Leleux, so etwa seine jüngste Veröffentlichung, gemeinsam mit dem Münchener Kammerorchester mit Musik von Hummel und Haydn, das 2016 eine Auszeichnung erhielt.

Weiters sind Werke von J.S. Bach mit dem Chamber Orchestra of Europe, Mozart mit der Camerata Salzburg und Strauss’ Oboenkonzert mit dem Swedish Rado Symphony Orchestra unter der Leitung von Daniel Harding auf CD erschienen.

François Leleux ist Professor an der Hochschule für Musik und Theater München.


Camerata SalzburgDie CAMERATA Salzburg zählt zu den führenden Kammerorchestern weltweit. Einladungen in die bedeutendsten Spielstätten von New York bis Beijing ergänzen die Konzerttätigkeit in der Salzburger Heimat.

Hierzulande ist die CAMERATA eines der Stammensembles der Salzburger Festspiele und der Mozartwoche. Außerdem hat sie einen eigenen Abonnementzyklus im Großen Saal der Stiftung Mozarteum. Mit „Schubert in Gastein“ veranstaltet das Orchester seit mehreren Jahren sein eignes Kammermusik-Festival in Bad Gastein.

Im Zentrum des Repertoires steht neben den Werken von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert natürlich das Schaffen des Genius loci Wolfgang Amadeus Mozart. So ist es vor allem der typische „Salzburger Mozart-Klang“, der die CAMERATA über die Jahre hinweg zu einem Kulturbotschafter und internationalen Aushängeschild der Mozartstadt Salzburg werden ließ.

Höhepunkte in den vergangenen Jahren waren Auftritte beim Lucerne Festival, bei den BBC Proms in London, beim Edinburgh International Festival sowie in der Carnegie Hall in New York. Eine besondere Verbindung besteht zum Wiener Konzerthaus, zur Tonhalle Zürich, zur Alten Oper in Frankfurt, zum Kultur- und Kongresszentrum Luzern, dem Prinzregententheater München sowie zur Kölner Philharmonie und der Philharmonie de Paris.

Persönlichkeiten wie Géza Anda, Sándor Végh und Sir Roger Norrington haben den CAMERATA Klang geprägt. Bedeutende Musikerinnen und Musiker wie Dietrich Fischer-Dieskau, Heinz Holliger, Alfred Brendel, Philippe Herreweghe, Franz Welser-Möst, Pinchas Zukerman, Anne-Sophie Mutter, Teodor Currentzis, Matthias Goerne, Fazıl Say, Renaud Capuçon, Yuja Wang und Hélène Grimaud konzertieren regelmäßig mit der CAMERATA.

Platten- und CD-Einspielungen bei renommierten Labels wie der Deutschen Grammophon, DECCA, Sony oder Warner Classics – viele davon mit wichtigen Preisen ausgezeichnet – zeugen von der exzellenten Qualität und Musizierlust der aus mehr als 20 Nationen stammenden Musikerinnen und Musiker der CAMERATA.