Richard Strauss (1864-1949)

Salome op. 54

Konzertante Aufführung der Fassung für Kammerorchester von Klemens Vereno (Erstaufführung)

Kai Röhrig
Dirigent
Department für Oper und Musiktheater der Universität Mozarteum Salzburg
Solistinnen und Solisten
Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker
Orchester
Klemens Vereno
Arrangeur
Pauliina Linnosaari
Salome. Tocher der Herodias
Christoph Strehl
Herodes
Julia Maria Eckes
Herodias. seine Gattin
Bernd Valentin
Jochanaan. ein Prophet
Lucas Pellbäck
Jude
Narraboth
Sveva Pia Laterza
Ein Page der Herodias
Dominik Schumertl
Jude
Nazarener
Soldat
Yonah Raupers
Jude
Nazarener
Achim Schurig
Jude
Elias Kruse
Jude

RICHARD STRAUSS (1864–1949)

SALOME

Musikdrama in einem Aufzug von Richard Strauss
Libretto nach dem Schauspiel Salomé von Oscar Wilde
in der deutschen Übersetzung von Hedwig Lachmann

Konzertante Erstaufführung der Bearbeitung für
Kammerorchester von Klemens Vereno (2026)

 

Herodes
Herodias, seine Gattin
Salome, Tochter der Herodias
Jochanaan, ein Prophet
Narraboth, Hauptmann
Ein Page der Herodias
Soldat
1. Jude
2. Jude
3. Jude
4. Jude
5. Jude
1. Nazarener
2. Nazarener
Christoph Strehl
Julia Maria Eckes
Pauliina Linnosaari
Bernd Valentin
Lucas Pellbäck
Sveva Pia Laterza
Dominik Schumertl
Yonah Raupers
Lucas Pellbäck
Achim Schurig
Elias Kruse
Dominik Schumertl
Dominik Schumertl
Yonah Raupers

 

 

Einführung 17:15 Uhr

Festsaal Werdenfels

Kongresshaus
Richard-Strauss-Platz 1
82467 Garmisch-Partenkirchen


© Christian Schneider
© Christian Schneider

Der Dirigent Kai Röhrig erhielt seine künstlerische Prägung an der Kölner Musikhochschule sowie an der Universität Mozarteum Salzburg in der Klasse von M. Gielen. Ergänzend vertiefte er seine Ausbildung in Sommerkursen bei R. Liebermann. Als Preisträger der Internationalen Stiftung Mozarteum wurde er mit der »Bernhard-Paumgartner-Medaille« ausgezeichnet. Seine Laufbahn begann mit Assistenzzeiten bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen.

Als Protegé von Bernard Haitink war er beim European Union Youth Orchestra, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Concertgebouworkest Amsterdam engagiert; zudem verbindet ihn eine mehrjährige Zusammenarbeit als Assistent von P. Boulez mit verschiedenen Orchestern in Salzburg, Wien und Paris. Nach Stationen als Kapellmeister prägte Kai Röhrig über mehrere Jahre als Musikdirektor das Profil des Salzburger Landestheaters. Gastengagements führten ihn u.a. an die Deutsche Oper am Rhein, die Staatsoper Hannover, das Staatstheater am Gärtnerplatz in München sowie das Innsbrucker Landestheater. Im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 leitete er H. W. Henzes Oper »Das Wundertheater«. Bei den Salzburger Festspielen dirigierte er im Rahmen des Young Singers Project Produktionen der »Zauberflöte«, der »Entführung aus dem Serail« sowie von »La Cenerentola«.

Seit 2014 lehrt Kai Röhrig als Universitätsprofessor am Department für Oper und Musiktheater der Universität Mozarteum in Salzburg, wo er seither zahlreiche Opernproduktionen leitete. Seine Expertise im zeitgenössischen Repertoire unterstreicht er seit 2024 durch die Leitung des ARCOENSEMBLE für zeitgenössische Musik sowie seit dem Studienjahr 2025/26 als Leiter des Masterstudiengangs Dirigieren Neue Musik.

Am Konzertpult arbeitet er mit namhaften Klangkörpern wie dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Akademieorchester der Wiener Philharmoniker, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin (Debüt in der Berliner Philharmonie), dem Tonhalle-Orchester Zürich sowie den Düsseldorfer und Nürnberger Symphonikern zusammen. International gastierte er u.a. beim koreanischen KBS Symphony Orchestra und dem Slowenischen Radio-Sinfonieorchester. Regelmäßige Auftritte führen ihn in das ORF RadioKulturhaus Wien, zur Salzburger Mozartwoche, zum Aspekte-Festival und in enger Kooperation zur Accademia Chigiana nach Siena.

Die Spielzeit 2025/26 unterstreicht seine Vielseitigkeit mit einer Produktion der »Fledermaus« in München, einer Operngala im Performing Arts Centre in Peking, einer Opernproduktion im Rahmen der Salzburger Mozartwoche, einem Konzert beim Festival Wien Modern sowie einem Sinfoniekonzert im Linzer Brucknerhaus mit Werken von R. Strauss und J. Sibelius. Anfang Juli wird er das Eröffnungskonzert des Festivals »La Chigiana« in Siena am Pult des Orchestra della Toscana mit dem »Requiem« von H. W. Henze leiten. Bei den Strauss-Tagen in Garmisch-Partenkirchen war er zuletzt mit einer konzertanten Aufführung der »Ariadne auf Naxos« im Juni 2024 zu Gast.


Department für Oper und Musiktheater der Universität Mozarteum Salzburg

Department für Oper und Musiktheater der Universität Mozarteum SalzburgDas Department für Oper und Musiktheater ist ein Leuchtturm mit besonderer Ausstrahlung und Anziehungskraft. Jährlich werden zwei Opernklassen aus bis zu 15 hochtalentierten Studierenden von renommierten Theatermacher*innen praxisnah auf die hohen Anforderungen einer internationalen Opernkarriere vorbereitet. Vier szenische Opernproduktionen mit Orchester jährlich kommen in einem technisch auf höchstem Niveau ausgestatteten Theatersaal zur Aufführung.

Im Rahmen einer internationalen Kooperation mit der Richard-Strauss-Tage und der Orchesterakademie der Wiener Philharmoniker begeben sich Lehrende und Studierende der Universität Mozarteum auf Reisen nach Wien und zu den Richard-Strauss-Tagen nach Garmisch-Partenkirchen.

Studierende des Departments für Oper und Musiktheater

Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker

Kai Röhrig, musikalische Leitung


© Benjamin Morrison
© Benjamin Morrison

Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener PhilharmonikerDie Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker fördert die Ausbildung des Orchesternachwuchses. Seit über fünfzehn Jahren existiert die Sommerakademie der Wiener Philharmoniker in Salzburg während der Salzburger Festspiele. Das Orchesterspiel in höchster Qualität hängt mit dem Aufeinander-Hören, Aufeinander-Eingehen und mit der Flexibilität zwischen den Musiker/-innen zusammen – dies soll in der musikalischen Arbeit von Kammermusik in kleinen Gruppen bis zum großen Orchester im Rahmen der Sommerakademie erlernt und geschärft werden.

Das einzigartige Kursangebot an junge Musiker/-innen erstreckt sich über mehrere Wochen während der Salzburger Festspiele und unterteilt sich in die Bereiche Kammermusik, Kammerorchester, Orchester und Probespielvorbereitung. Den Teilnehmer/-innen wird ein umfangreiches Programm musikalischer Aktivitäten unter dem ständigen Einfluss von Musiker/-innen der Wiener Philharmoniker angeboten, wobei der Wiener Klang und das gemeinsame Musizieren in verschiedensten Besetzungsgrößen im Mittelpunkt stehen.

Die im Rahmen von jährlich stattfindenden Probespielen ausgewählten Mitglieder der Angelika Prokopp Sommerakademie stellen darüber hinaus die Bühnenmusik für Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen. Während der Kurszeit erhalten alle Teilnehmenden Einzelunterricht bei Mitgliedern der Wiener Philharmoniker.

Einen der Schwerpunkte der Sommerakademie stellt das Modul Orchester dar. In einer intensiven Probenwoche wird mit Dozent/-innen der Wiener Philharmoniker und unter der Leitung eines/r international gefragten Dirigent/-in ein Orchesterprogramm erarbeitet.

Das gesamte Programm aus den Bereichen Kammermusik, Kammerorchester und Orchester wird in mehreren Arbeitsphasen erarbeitet und und bei verschiedenen Auftritten, aktuell unter anderem bei den Festwochen Gmunden, auf Schloss Esterházy in Eisenstadt, beim Musiksommer St. Leonhard in Tamsweg und im Großen Saal der Stiftung Mozarteum in Salzburg zur Aufführung gebracht.


© Klemens Vereno
© Klemens Vereno

Klemens Vereno wurde 1957 in Salzburg geboren. Sein Studium am Mozarteum umfasste die Fächer Komposition bei C. Bresgen, Dirigieren sowie Violine und Gesang. Ein weiteres Kompositionsstudium absolvierte er bei R. Kelterborn an der Musikakademie Basel.

Seine Lehrtätigkeit in den Bereichen Tonsatz, Orchestrierung, Partiturspiel, Gehörbildung u.a. führte ihn an zahlreiche renommierte Institutionen. So unterrichtete er von 1978 bis 2021 an der Universität Mozarteum, von 1978 bis 1985 am Brucknerkonservatorium Linz, von 2000 bis 2008 am Richard-Strauss-Konservatorium München sowie von 2008 bis 2018 bei der Internationalen Sommerakademie Mozarteum.

Von 1978 bis 1995 arbeitete er als Interpret und Komponist für Musik des 15. bis 17. Jahrhunderts sowie der Gegenwart intensiv mit der Internationalen Paul-Hofhaymer-Gesellschaft zusammen. Zwischen 1983 und 1987 wirkte er als Leiter der Salzburger Kammeroper. Darüber hinaus zeigte er ein vielfältiges Engagement für zeitgenössische Musik, etwa bei den IGNM-Musikfesten Salzburg in den Jahren 2002 und 2005 sowie bei der Salzburg Biennale 2009. Er war an der Herausgabe der Komponistenzeitung beteiligt und initiierte die Salzburger Tage Neuer Orgelmusik sowie die Konzertreihe »Erinnern für die Zukunft« in der Synagoge Salzburg.

Zu seiner umfangreichen Werkauswahl zählen die »King-Lear-Symphonie« für Bariton und Orchester (2016), »An versteinerter Schwelle – Lyrische Szenen nach Georg Trakl« für neun Soli, Chor und Orchester (2014) sowie die »Salzburger Domsinfonie« für fünf Orgeln und Orchester (1996). Weitere bedeutende Kompositionen sind die »Gesänge der Ferne« nach Hölderlin für Tenor und 45 Soloinstrumente (1999), »MachtFestMusik« für Blechbläserquintett und Streichorchester (2003) sowie die »Missa Berardelli« für vier Soli, Chor, Streicher und Orgel (2020). Zudem schuf er »… den Horizont entlang … ein Ritual für Orchester« (2023), »SINAI« für zwei Orgeln (1997) und die »Sonata Profonda« für sechs Tuben (2007). Ferner fertigte er Bearbeitungen musikalischer Bühnenwerke an, u.a. von C. Monteverdis »Ulisse«, G. B. Pergolesis »Il Maestro di musica« und P. Hindemiths »Lehrstück«.


© Laura Malmivaara
© Laura Malmivaara

Pauliina Linnosaari wird für die Verkörperung der großen Strauss-Rollen, wie der Salome, der Chrysothemis in »Elektra«, der Primadonna in »Ariadne auf Naxos« oder der Marschallin in »Der Rosenkavalier«, von Presse und Publikum geschätzt.

Zuletzt war sie an Häusern wie den Staatstheatern Karlsruhe und Saarbrücken, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg oder an der Finnischen Nationaloper in Helsinki zu erleben. Hier war sie auch als Tosca, Elsa in »Lohengrin«, Elisabeth in »Tannhäuser«, Tschang-Haitang in A. Zemlinskys »Der Kreidekreis«, Marietta in »Die tote Stadt«, Tatjana in »Eugen Onegin«, Rosalinde in »Die Fledermaus« u.v.m. erfolgreich.

Bereits im Alter von fünf Jahren begann die gebürtige Finnin ihre musikalische Ausbildung mit Klavier- und Geigenunterricht. Zusätzlich zu ihrer Ausbildung in klassischer Musik war Pauliina Linnosaari während ihrer gesamten Jugend Mitglied verschiedener Bands, in denen sie hauptsächlich Schlagzeug spielte. Später absolvierte sie ein Musik- und Gesangsstudium an der Sibelius-Akademie in ihrer Heimatstadt.

Die Künstlerin vervollständigte ihr Studium an der Metropolia-Hochschule (Finnland) und an der Indiana University Jacobs School of Music (USA). Von 2008 bis 2010 war sie Stipendiatin der Matti-Salminen-Stiftung an der Finnischen Nationaloper in Helsinki und 2010 Mitglied des Opernstudios Weimar.

2024 wurde sie anlässlich einer Puccini-Gala mit dem Sinfonieorchester Heilbronn mit der Gottlob-Frick-Medaille ausgezeichnet.

Gastauftritte führten die Sopranistin zudem als Chrysothemis in »Elektra« an das Theater Basel, als Marschallin in »Der Rosenkavalier« an das Theater Bremen sowie als Ariadne in »Ariadne auf Naxos« an das Salzburger Landestheater.

In der Saison 2026/27 wird Pauliina Linnosaari u.a. beim SWR Symphonieorchester mit R. Strauss’ »Vier letzten Liedern« sowie bei den Bregenzer Festspielen debütieren.


© Astrid Ackermann
© Astrid Ackermann

Christoph StrehlChristoph Strehl wurde 1968 in Lübeck geboren. Von Zürich aus, wo er neun Jahre engagiert war, führte ihn eine Karriere als Mozart-Tenor an die führenden Opernhäuser der Welt.

Unter Claudio Abbado nahm er 2005 den Tamino auf; am Opernhaus Zürich entstanden verschiedene DVDs, u.a. ebenfalls als Tamino unter Nikolaus Harnoncourt. Später sang er Partien wie Don José, Rodolfo, Schuiskij, Pollione (neben Cecilia Bartoli), Bacchus sowie in der vergangenen Spielzeit Erik am Staatstheater Nürnberg. Gemeinsam mit der Pianistin Pauliina Tukiainen gibt er regelmäßig Liederabende. Seit 2013 lehrt Christoph Strehl als Professor für Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg. Der Herodes in dieser Produktion ist sein Rollendebüt.


© Simone Lerch
© Simone Lerch

Verschiedenste Partien ihres Fachs brachte Mezzosopranistin Julia Maria Eckes zuletzt an der Universität Mozarteum Salzburg (Hänsel in »Hänsel und Gretel«, Meg Page in »Falstaff«), bei den Richard-Strauss-Tagen in Garmisch-Partenkirchen (Dryade in »Ariadne auf Naxos«) sowie im Rahmen der Accademia Musicale Chigiana in Siena (Mrs. Grose in »The Turn of the Screw«, Sorceress in »Dido and Aeneas«) auf die Bühne. In letztgenannter Partie glänzte sie als Zauberin mit ihrem »herben Diseusen-Charme« (Salzburger Nachrichten).

Sie arbeitete mit namhaften Regisseurinnen und Regisseuren wie Florentine Klepper, Jasmin Solfaghari und Horst Kupich sowie mit Dirigenten wie Kai Röhrig und Marcus Bosch zusammen. Meisterklassen u.a. bei Brigitte Fassbaender, William Matteuzzi, Alessandro Corbelli, Kobie van Rensburg und Jan-Hendrik Rootering ergänzten ihre Ausbildung. Ihr Bachelorstudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Gesangsklasse von Fionnuala McCarthy. Während dieser Zeit war sie Stipendiatin von »YEHUDI MENUHIN – Live Music Now e.V.«. Kürzlich schloss sie ihr Masterstudium Oper und Musiktheater an der Universität Mozarteum Salzburg ab und ist seither als freischaffende Sängerin tätig. Stimmlich wird sie von dem Tenor Nick Malakul betreut.


© Bernd Valentin
© Bernd Valentin

Bernd ValentinDer Bariton Bernd Valentin studierte in Köln Gesang bei Claudio Nicolai und Klesie Kelly. Festengagements führten ihn an die Theater in Kiel und Hagen, die Staatsoper Hannover und die Deutsche Oper Berlin. Danach arbeitete er freiberuflich, gastierte in Aachen, Berlin, Bonn, Hannover, Nürnberg, München, in Bern und Basel, in Innsbruck und an der Volksoper Wien und baute sein Opernrepertoire kontinuierlich auf über 100 Partien im deutschen, italienischen und französischen Fach aus.

Zu Konzerten wurde Bernd Valentin in das Konzerthaus Berlin, die Frauenkirche Dresden, die Liederhalle Stuttgart und die Philharmonie am Gasteig in München eingeladen und war Gast bei Festspielen quer durch Europa, in Asien und Amerika. Dabei sang er neben den großen bekannten Oratorienwerken von J. S. Bach, G. F. Händel, W. A. Mozart, J. Haydn, F. Mendelssohn Bartholdy und J. Brahms auch Uraufführungen, u.a. von S. Gubaidulina und S.-D. Sandström unter Helmuth Rilling, sowie P. Ben-Haims »Joram« mit dem Israel Philharmonic Orchestra in Tel Aviv.

Programmatische Liederabende und die Interpretation von Liederzyklen wie F. Schuberts »Winterreise«, R. Schumanns »Dichterliebe« und »Liederkreis«, H. Wolfs »Italienisches Liederbuch«, G. Mahlers »Lieder eines fahrenden Gesellen«, »Das Lied von der Erde« und den »Wunderhorn-Liedern«, F. Martins »Jedermann-Monologen«, F. Poulencs »Le Bal masqué« und A. Reimanns »Dark and Shine« ergänzen seine sängerische Tätigkeit.

Bernd Valentin unterrichtet seit 2014 als Universitätsprofessor für Sologesang an der Universität Mozarteum Salzburg und gibt regelmäßig Gesangskurse.


© Lucas Pellbäck
© Lucas Pellbäck

Der in London im Jahr 2001 geborene schwedische Tenor Lucas Pellbäck entdeckte seine Leidenschaft für die Musik bereits in jungen Jahren. Mit seinem Umzug nach Schweden begann er, im Domknabenchor zu singen und Klavierunterricht zu nehmen. Im Jahr 2016 begann er seinen Gesangsunterricht bei Lars Johansson Brissman, später bei Paul Farrington an der Musikschule Lilla Akademien in Stockholm. Seit 2020 studiert Lucas Pellbäck an der Universität Mozarteum Salzburg bei Bernd Valentin.

An der Universität Mozarteum sang er bereits 2022 in »Faust« (C. Gounod), 2023 den Sailor in »Dido and Aeneas« (H. Purcell), 2024 in »Falstaff« (G. Verdi) den Fenton und 2025 in »Dichterliebe« (C. Jost) sowie in »Medusa« / »La Giuditta« (Y. Robin / A. Scarlatti), die auch in Siena im Teatro dei Rinnovati aufgeführt wurden. Darüber hinaus sang Lucas Pellbäck in »Die Meistersinger von Nürnberg« am Landestheater Linz einen Lehrbuben, in »Ariadne auf Naxos« (R. Strauss) bei den Richard-Strauss-Tagen als Scaramuccio (konzertant), den Eisenstein in »Die Fledermaus« (J. Strauss) im Bergson Kunstkraftwerk München sowie den Kalil in der österreichischen Erstaufführung von »Die arabische Nacht« (C. Jost) an der Kunstuniversität Graz.

Zu weiteren Auftritten zählen Konzerte in der Thielska Galleriet, im Grunewaldsalen des Stockholmer Konzerthauses, im Palazzo Chigi Saracini in Siena, im Schloss Djursholm sowie die Eröffnung des neu gebauten Konzertsaals für Königin Silvia von Schweden. Lucas Pellbäck gab bereits Soloabende im Rahmen des Kalmarsund-Musikfestivals, des Festivals Klassisk i Sentrum, wo er mit dem Pianisten Christian Ihle Hadland auftrat, sowie im Schloss Djursholm. Er erhielt Stipendien des Borgarskapets Musikstipendium, des Bifrostorderns Musikstipendium und der Königlich Schwedischen Musikakademie.

Als Solist trat er u.a. in der »Marienvesper« (C. Monteverdi), den »Musikalischen Exequien« (H. Schütz), im »Requiem« (W. A. Mozart) und beim Festival O/Modernt auf. Im Frühjahr 2026 konnte man Lucas Pellbäck als Rinuccio und Gherardo in G. Puccinis »Gianni Schicchi« erleben; im Juni 2026 wird er außerdem als Narraboth in »Salome« von R. Strauss zu hören sein.


© Sveva Pia Laterza
© Sveva Pia Laterza

Die italienische Mezzosopranistin Sveva Pia Laterza, geboren 2002, betrat im Alter von 17 Jahren die Welt der Oper. Nachdem sie zunächst Privatunterricht bei Maestro William Matteuzzi genommen hatte, absolvierte sie ein dreijähriges Studium am Staatlichen Konservatorium Giuseppe Verdi in Ravenna (2021–2024) und nahm an verschiedenen Meisterkursen für Barockgesang bei Gloria Banditelli teil.

Drei Jahre lang sang sie im Coro da Camera 1685, sowohl als Chorsängerin als auch als Solistin, für das Ravenna Festival und die Fondazione Guido d’Arezzo. Darüber hinaus wirkte sie als Chorsängerin in G. Verdis »Requiem« (2022, Ravenna, Rimini, Bologna) und in »Le vie dell’Amicizia« (2023, Ravenna, Teatro Romano Sud in Jerasch, Jordanien, Teatro Grande in Pompeji) unter der Leitung von Maestro Riccardo Muti und dem Orchestra Giovanile Luigi Cherubini sowie in W. A. Mozarts Oper »Così fan tutte« am Royal Opera House in Maskat (Oman) mit. Sie führte zudem Kompositionen wie G. B. Pergolesis »Stabat Mater«, Werke von G. Gabrieli und C. Monteverdi sowie zeitgenössische Musik mit dem Orchester Cremona Antiqua und Maestro Antonio Greco auf. In W. A. Mozarts »Le nozze di Figaro« (Juli 2023) verkörperte sie Cherubino, den Vespone in G. B. Pergolesis »La serva padrona« sowie Miles in B. Brittens »The Turn of the Screw« (2024, Sommerakademie der Accademia Chigiana in Siena).

Derzeit absolviert sie das Masterstudium Oper und Musiktheater an der Universität Mozarteum Salzburg in der Klasse von Florentine Klepper und Kai Röhrig sowie in der Gesangsklasse von Christoph Strehl. Dort gab sie im Januar 2025 ihr Debüt in »Dichterliebe« von C. Jost (Regie: Florentine Klepper, musikalische Leitung: Kai Röhrig). Im April 2025 trat sie in einem Konzert mit dem Orchester der Region Friaul-Julisch Venetien im Opernhaus von Algier auf und gastierte im Mai 2025 in der marokkanischen Hauptstadt Rabat. Im Juni desselben Jahres debütierte sie als Nutrice in A. Scarlattis Oper »La Giuditta« sowie in der Uraufführung der zeitgenössischen Oper »Medusa« von Y. Robin in der Rolle der Fillide. Kurz darauf, im Juli 2025, folgte ihr Rollendebüt als Rosina in G. Rossinis »Il barbiere di Siviglia« bei der Oper Maxlrain in Bayern. Den Abschluss des Jahres bildeten im Dezember 2025 zwei weitere Debüts an der Universität Mozarteum in Salzburg: als Trommler in V. Ullmanns »Der Kaiser von Atlantis« sowie als Tortue in S. Laks’ »L’Hirondelle inattendue«. Im Februar 2026 stand sie schließlich als Prinz Orlofsky in J. Strauss’ »Die Fledermaus« im Münchner Bergson Kunstkraftwerk auf der Bühne.


© Dominik Schumertl
© Dominik Schumertl

Bereits seit zehn Jahren tritt Dominik Schumertl im gesamten süddeutschen Raum als Konzertsänger auf. Seit 2018 studiert er Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg in der Gesangsklasse von Andreas Macco – seit 2023 im Masterstudiengang in der Opernklasse von Kai Röhrig und Florentine Klepper.

An der Universität Mozarteum war er bereits in zahlreichen Partien zu erleben, u.a. als Efraim in der Uraufführung von N. U. Östlunds »Pippi Langstrumpf«, in »Dichterliebe« von C. Jost nach R. Schumann, als Pistola in G. Verdis »Falstaff«, als Bacchus in J. Offenbachs »Orpheus in der Unterwelt« und als Caravaggio in »Medusa« / »La Giuditta« von Y. Robin und A. Scarlatti.

2025 übernahm er in einer viel beachteten Aufführung der im KZ Theresienstadt entstandenen Oper »Der Kaiser von Atlantis« von V. Ullmann die Rolle des Todes. Er gastierte als Truffaldin in »Ariadne auf Naxos« bei den Richard-Strauss-Tagen in Garmisch-Partenkirchen und als Osmin in Ausschnitten aus W. A. Mozarts Oper »Die Entführung aus dem Serail« in Bad Reichenhall. Im Konzertfach führten ihn solistische Aufgaben mit G. F. Händels »Messias« und J. Haydns »Die Schöpfung« nach München, u.a. in das Cuvilliés-Theater. In einem Konzertabend in Landsberg am Lech stellte sich der Sänger im vergangenen Jahr mit dem Zyklus »Dichterliebe« von R. Schumann auch als Liedinterpret vor und bot mit verschiedenen Opernausschnitten einen Einblick in sein vielseitiges Repertoire.


© Yonah Raupers
© Yonah Raupers

Yonah Raupers ist seit 2024 Teil der Opernklasse von Florentine Klepper und Kai Röhrig und studiert seit 2022 bei Mario Diaz an der Universität Mozarteum Salzburg.

Dort sang er u.a. in »Falstaff« von G. Verdi die Partie des Bardolfo und in »La Giuditta« von A. Scarlatti die Partie des Oloferne unter der Leitung von Vittorio Ghielmi. Mit der Inszenierung der »Dichterliebe« von C. Jost nach R. Schumann war auch sein starker Bezug zum deutschen Kunstlied auf der Opernbühne erlebbar. In »Der Kaiser von Atlantis« von V. Ullmann sang er die Rolle des Harlekins, in »L’Hirondelle inattendue« von S. Laks den Journalisten und in »Die Fledermaus« von J. Strauss die Rolle des Alfred im Bergson Kunstkraftwerk München.

Zuvor studierte er Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden bei Margret Trappe-Wiel. Dort sang er u.a. die Partie des Oronte in G. F. Händels »Alcina« unter der Leitung von Wolfgang Katschner. Neben Konzerten mit der Lübecker Knabenkantorei, dem Opernchor des Theaters Lübeck, dem NDR Vokalensemble (ehemals NDR-Chor), dem Sächsischen Vocalensemble, dem Dresdner Kammerchor und dem Philharmonischen Chor München sang er u.a. die Solopartien in »Paulus« und »Elias« von F. Mendelssohn Bartholdy, im »Stabat Mater« von J. Haydn sowie in den Weihnachtsoratorien von J. S. Bach und C. Saint-Saëns. Im Frühjahr 2026 konnte man Yonah Raupers als Rinuccio und Gherardo in G. Puccinis »Gianni Schicchi« erleben; im Juni 2026 wird er außerdem als Erster Jude in »Salome« von R. Strauss zu hören sein.


Achim Schurig © Achim Schurig
Achim Schurig © Achim Schurig

Achim SchurigDer Tenor Achim Schurig wurde 2002 in Feldkirch geboren. Dort verbrachte er seine Schulzeit am Musikgymnasium mit Schwerpunkt auf den Fächern Gesang und Euphonium. 2022 begann er sein Gesangsstudium bei Mario Díaz an der Universität Mozarteum Salzburg.

Als Tenorsolist wirkte Achim Schurig bei Konzerten und Produktionen u.a. bei den Ensembles Windkraft, BachWerkVokal oder dem Musiktheater Vorarlberg mit. Dabei konnte er in Werken wie beispielsweise G. Puccinis »Messa di Gloria«, G. F. Händels »Messiah« oder K. Weills »Die sieben Todsünden« überzeugen. Solistische Auftritte führten ihn bereits zu renommierten Festivals wie den Bregenzer Festspielen oder dem Südtirol Festival Meran. Auf der Opernbühne war er bereits in einigen Rollen zu erleben, darunter u.a. als Male Chorus in B. Brittens »The Rape of Lucretia« sowie als Alfred in J. Strauss’ »Die Fledermaus«. Des Weiteren war er als Nemorino in G. Donizettis »L’elisir d’amore« Teil der Meisterklasse der Bregenzer Festspiele.


© Elias Kruse
© Elias Kruse

Elias KruseDer 23-jährige Tenor Elias Kruse stammt aus einem kleinen Ort im Saarland. Derzeit studiert er Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg bei Bernd Valentin.

Die Leidenschaft für den Gesang entdeckte er schon früh und sammelte bereits im Alter von zehn Jahren erste Erfahrungen in der Chor- und Kirchenmusik. Nach dem Besuch von zwei Meisterklassen bei Bernd Valentin festigte sich sein Entschluss, ein Gesangsstudium aufzunehmen, um insbesondere sein Opernrepertoire und seine Bühnenerfahrung kontinuierlich zu erweitern.