Hans von Bülow (1830-1894)

Nirwana op. 20

Orchesterfantasie in Ouvertürenform

Richard Strauss (1864-1949)

Tod und Verklärung op. 24

Johannes Brahms (1833-1897)

Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

  • Allegro non troppo
  • Andante moderato
  • Allegro giocoso – Poco meno presto – Tempo I
  • Allegro energico e passionato – Più allegro
Rémy Ballot
Dirigent
Stuttgarter Philharmoniker
Orchester

Einführung 18:15 Uhr

Festsaal Werdenfels

Kongresshaus
Richard-Strauss-Platz 1
82467 Garmisch-Partenkirchen


© Reinhard Winkler
© Reinhard Winkler

Rémy Ballot hat die Musikwelt mit seinen visionären Interpretationen der Werke A. Bruckners geprägt. Seine Live-Aufnahmen bei den St. Florianer Brucknertagen gelten als neue Referenz – gekrönt durch höchste Auszeichnungen und 2024 als offizieller Bestandteil der Bruckner-Jubiläumsausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek gewürdigt.

Sein spektakuläres Einspringen für Dan Ettinger bei den Stuttgarter Philharmonikern im Frühjahr 2024 – darunter die Eröffnung des Bergamo-Brescia-Festivals mit A. Bruckners 4. Symphonie – bewies seine außergewöhnliche künstlerische Autorität. Internationale Orchester erkennen die herausragende Qualität von Ballots Arbeit an: Im Jahr 2025 debütierte er mit dem Münchner Rundfunkorchester, der Slowakischen Philharmonie und der Mährischen Philharmonie Olmütz, während bestehende Zusammenarbeiten auf Jahre hinaus ausgebaut werden.

Im Jahr 2024 eröffnete Ballot als »Conductor in Residence« der Richard-Strauss-Tage ein neues Kapitel und vertieft sich seitdem in das Werk des Komponisten. Den Auftakt bildete die erste CD einer neuen Strauss-Tage-Edition (erschienen bei Gramola, Wien), die bereits vor ihrer Veröffentlichung im März 2025 exzellente Kritiken erhielt.

Mit dem von ihm gegründeten Klangkollektiv Wien setzt Ballot Maßstäbe in der Interpretation der Ersten Wiener Schule. Eine international beachtete CD-Reihe wurde 2025 mit einem F.-Schubert-Zyklus fortgesetzt; nach gefeierten Debüts in der Elbphilharmonie Hamburg und im Münchner Prinzregententheater folgt nächste Saison eine Einladung in den Wiener Musikverein.

Als Orchesterpädagoge ist Ballot weltweit gefragt. Sein Oxford-Debüt 2024 mit dem renommierten Universitätsorchester löste Begeisterung aus und begründete eine langfristige Residenz mit Dirigaten, Kammermusikprojekten und Vorträgen. Er war Mitbegründer des FYMO (Filasteen Young Musicians Orchestra) der Barenboim-Said-Stiftung und tourte mit diesem durch Palästina.

Neben seiner Dirigententätigkeit setzt Ballot seine Arbeit als Geiger fort. Seine Einspielung von A. Bruckners Streichquartett und Streichquintett wurde als Referenzaufnahme gefeiert, erhielt den Supersonic-Preis und eine ICMA-Nominierung. Im Jahr 2025 folgten die Veröffentlichungen des »Forellenquintetts« von F. Schubert und des Klavierquintetts von J. N. Hummel mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker. 2026 erschien eine CD mit E. Ysaÿes Sechs Sonaten für Solovioline und seiner Sonate für zwei Violinen (Gramola).

Rémy Ballot ist der letzte Schüler von S. Celibidache. Nach dessen Tod gründete er ein eigenes Orchester in Paris und leitete es fünf Jahre lang. Er studierte Violine bei Gérard Poulet am Pariser Konservatorium, erhielt künstlerische Impulse von Ivry Gitlis und spielte ab 2005 ein Jahrzehnt regelmäßig bei den Ersten Violinen des Orchesters der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker.


© Jürgen Altmann
© Jürgen Altmann

Stuttgarter PhilharmonikerDie Stuttgarter Philharmoniker sind »Das Orchester der Landeshauptstadt« Baden-Württembergs. 88 Musikerinnen und Musiker und ein leidenschaftliches Organisationsteam sorgen mit exzellenten Konzerten für emotionale und inspirierende Musikerlebnisse. Mit über 120 Veranstaltungen im Jahr begeistern die Stuttgarter Philharmoniker die Herzen von mehr als 100.000 Menschen in Stuttgart und weit über Stuttgart hinaus.

In seiner Heimatstadt ist das Orchester mit 18 großen Sinfoniekonzerten in drei Abonnementreihen, mit Kinder- und Familienkonzerten, Chorsinfonik und Kammermusik, mit »Philharmonic Pops«, Filmmusik und vielfältigen weiteren Erlebnisformaten präsent. Als Veranstalter von »Beethoven-Tagen«, als Festspielorchester der »Opernfestspiele Heidenheim« und der »Richard Strauss Tage Garmisch-Partenkirchen« sowie in vielen weiteren Konzertreihen und Festivals sind die Stuttgarter Philharmoniker fester Bestandteil der Musikszene in Süddeutschland und weit darüber hinaus: Allein in den letzten beiden

Jahren führten Gastspielreisen das Orchester nach Italien, Frankreich, Österreich, die Niederlande sowie nach China. Eine Konzertreise nach Japan und Korea sowie eine Tournee durch England stehen 2026 im Philharmoniker-Kalender. 1924 entstanden aus einer Initiative arbeitsloser (Militär-)Musiker, erlebte das »Philharmonische Orchester Stuttgart« einen raschen Aufschwung. Neben großen Sinfoniekonzerten spielte dabei auch die Arbeit für den damals neu gegründeten Rundfunk eine wichtige Rolle. Das schnell erreichte hohe Niveau unterstrichen Dirigenten- und Solistennamen wie Leo Blech, Carl Flesch, Hans Knappertsbusch, Hermann Abendroth, Fritz Kreisler, Carl Schuricht oder Felix Weingartner. Diese erste glanzvolle Epoche wurde 1933 jäh durch die Zerschlagung des Orchesters und Aufteilung der Reste auf zwei Klangkörper beendet.

Nach Kriegsende fanden ehemalige Orchestermitglieder wieder zusammen und gründeten die Stuttgarter Philharmoniker erneut. Aus schweren Anfängen erwuchs eine zweite Karriere, deren wachsende Erfolge die Stuttgarter Philharmoniker zu einem gereiften Klangkörper mit einem starken Teamgeist geformt haben. Hermann Hildebrandt, Willem van Hoogstraten, Hans Hörner, Antonio de Almeida und Alexander Paulmüller waren die Chefdirigenten von 1949 bis 1972. Mit Hans Zanotelli, künstlerischer Leiter von 1972 bis 1985, entwickelten sich die Philharmoniker zu einem leistungsfähigen, modernen Orchester, das 1976 in die Trägerschaft der Landeshauptstadt Stuttgart übernommen und seitdem vom Land Baden-Württemberg mitfinanziert wird. Wolf-Dieter Hauschild, Carlos Kalmar und Jörg-Peter Weigle verschafften den Philharmonikern wachsende Anerkennung im In- und Ausland.

Mit den Chefdirigenten Gabriel Feltz und zuletzt Dan Ettinger weitete das Orchester sein Repertoire vom Frühbarock bis zu allerneuester Musik aus. Die Stuttgarter Philharmoniker sind stolz darauf, flexibel zwischen verschiedensten Interpretationsstilen wechseln zu können. Ob historisch informierte Aufführungspraxis oder spätromantische Fülle, impressionistische Klangsensibilität oder Jazz- und Pop-Sounds – in allen Konzerten musizieren die Stuttgarter Philharmoniker kenntnisreich und spielfreudig.

Dieser breite Ansatz wird vom Publikum geschätzt und beschert den Stuttgarter Philharmonikern breite öffentliche Wahrnehmung und steigende Besucherzahlen. »Exzellenz, Tradition und Leidenschaft«, sagt Intendant Christian Lorenz, »mit diesem Dreiklang wollen wir unsere Konzertbesucher stets aufs Neue begeistern«.